Todesliste von Velja Nevolja aufgetaucht

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Belivuk alias Velja Nevolja
Foto: Ata images

Im Fall der beiden verhafteten Veljko Belivuk und Marko Miljković gibt es neue Erkenntnisse.

Denn der Leiter der zuständigen Kriminaldirektion, Bogdan Pušić, gab jetzt eine Liste mit neun Namen gegenüber der Öffentlichkeit bekannt. Jetzt wird geprüft, ob die dort Genannten entführt und ermordet worden sind.

„Wir vermuten, dass keiner der neun Männer noch am Leben ist. Auch wenn wir dafür bisher keine Beweise haben“, so Pušić.

Von Jovo Kecman, einem der Verschwundenen, stammen die letzten Lebenszeichen vom September letzten Jahres. Seine Familie sagt, dass er nie in kriminelle Machenschaften verwickelt gewesen sei. Er habe zudem Alkohol verabscheut, keine Feinde gehabt und sei auch nie bedroht worden. Sein Vater erzählte zudem Journalisten, dass Kecman zum Zeitpunkt seines Verschwindens eine große Geldsumme bei sich gehabt habe.

Seine Spur verlor sich bereits am 24. September. Irgendwann dachte die Familie sogar, dass der 51-jährige vielleicht ins Ausland gefahren sei. Aber mit der Zeit überwog die Sorge, zumal er auch sein Telefon zuhause gelassen hatte.

Im Fall des verschwundenen Strahinja Marković hatte seine Familie bereits die Polizei eingeschaltet und den 22-jährigen als vermisst gemeldet. „Es gibt niemanden, an den wir uns nicht gewandt haben, um herauszufinden, wo Strahinja ist. Aber bis heute gibt es nichts. Wir warten weiter“, so seine Mutter Gordana Marković.

Wahrscheinlich sind es die Namen von Toten

Zur Verwunderung der Journalisten fehlt auf der Liste Lazar Vukićević. Der Fan von Roter Stern Belgrad wurde angeblich das letzte Mal Mitte Oktober lebend bei Banovo brdo gesehen. Bereits danach vermuteten die Behörden, dass es sich um eine Entführung handelt. Inzwischen kann jedoch auch ein Mord nicht mehr ausgeschlossen werden.

Bei Vukićević liegt dieser Verdacht sehr nahe. Denn im Oktober 2019 entkam er bereits nur knapp dem Tod. Damals hatten Unbekannte etwa ein Kilogramm Plastiksprengstoff unter seinem Porsche im Belgrader Stadtteil Vračar deponiert. Als sie die Bombe mit einer Fernbedienung zündeten, gab es zum Glück keine Opfer.

Vukićević hatte zudem einen Streit in einer Bar der Hauptstadt, welcher zu einer Schießerei eskalierte. Nach der anschließenden Verhaftung vermied er es jedoch mit den Behörden zusammenzuarbeiten oder irgendwelche Hintergründe zu nennen.

Im Gegensatz zu Vukićević wurde jedoch ein anderes Mitglied der Unterwelt aufgespürt. Denn Lazar Ilić, dessen Vater ihn bereits im letzten Jahr als vermisst gemeldet hatte und „vom Schlimmsten“ ausgegangen war, konnte im Januar im montenegrinischen Budva verhaftet werden.

Die dortige Kriminalpolizei verdächtigt ihn, sich in Budva auf die Ermordung eines Einheimischen vorbereitet zu haben. Die serbischen Behörden wiederum vermuten, dass er hinter der Ermordung von Aleksandar Šarc in der Tiefgarage des Belgrader Einkaufszentrums Ušće im Oktober steckt.

Glaubt Ihr, dass die Entführten wieder auftauchen werden? Schreibt uns Eure Meinungen in die Kommentare.

Quelle: novosti.rs

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