Tschechien bittet um Serbiens Unterstützung gegen Covid-19

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Babis wird am Flughafen von Brnabic empfangen
Foto: Tanjug

Der tschechische Premier Andrej Babiš hat Serbien gestern eine Kurzvisite abgestattet. Der Grund seines Besuchs sind die enormen Impferfolge des Balkanlandes im Kampf gegen Covid-19. Insbesondere wollte sich Babiš über die Anwendung und Wirksamkeit des russischen Impfstoffs „Sputnik V“ des chinesischen Impfstoffs informieren.

Serbiens Premierministerin versicherte ihm, die bisherigen Erfahrungen mit den beiden Präparaten seien „ausgezeichnet“.

Auch bat er um die Unterstützung Serbiens, um demnächst die eigene Bevölkerung mit Vakzinen von außerhalb der EU zu versorgen. Denn die angekündigten Lieferungen westlicher Unternehmen wie Pfizer und Biontech verzögern sich auch weiterhin.

Babiš hatte bereits letzte Woche mit einem Expertenteam Ungarn besucht, welches auf eigenen Willen hin bereits „Sputnik V“ an die Bevölkerung weitergibt. Serbien erwartet derweil die nächste chinesische Lieferung über 500.000 Dosen.

„Sputnik V“ hat bis jetzt noch keine Zulassung in der Europäischen Union erhalten. Verschiedene Medien im deutschsprachigen Raum hatten erst vor kurzem behauptet, dass sich die russische Seite überhaupt nicht um eine solche bemüht hätte. Inzwischen konnte diese Aussage jedoch eindeutig von Russland widerlegt werden.

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA prüft gegenwärtig den Antrag auf Zulassung. Auch scheint Russland bereits in Verhandlungen zu stehen, den Impfstoff per Lizenz in Deutschland produzieren zu lassen.

In Serbien wiederum konnte bereits mehr als eine halbe Million Menschen gegen Corona geimpft werden. Damit liegt das Land an erster Stelle in Kontinentaleuropa und an zweiter, vor Großbritannien, im gesamten Europa.

Die Deutschen leiden derweil unter Lockdown und Kälte

Deutschland hingegen ist inzwischen bei den Impfungen weit abgeschlagen. Zudem verlängerte die deutsche Bundesregierung erst noch in dieser Woche den dortigen Lockdown bis Anfang März.

Während serbische Bürgerinnen und Bürger großteils wieder einem geregelten Alltag nachgehen können, verharren die Deutschen somit weiterhin in einem Zustand zwischen Hoffen und Bangen. Gerade mal die Supermärkte haben dort auf.

Zusätzlich leiden weite Teile des mitteleuropäischen Landes unter dem dortigen enormen Kälteeinbruch. Mancherorts, wie in der ostdeutschen Stadt Jena oder der bayerischen Stadt Nürnberg, kam es zudem zu Mangelversorgungen durch die örtlichen Fernwärmesysteme.

Die Bevölkerungen dieser Orte sind dadurch nicht nur mit den Einschränkungen durch die mangelhaften Maßnahmen gegen die Coronapandemie sondern auch noch mit den eisigen Temperaturen von bis zu -17 Grad Celsius konfrontiert.

Wie seht Ihr den Besuch des tschechischen Premiers? Sollte Serbien sich jetzt stärker als Partner in der Krise aufstellen? Schreibt uns Eure Meinungen in die Kommentare.

Quelle: novosti.rs

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