Vier Jahre und drei Monate Gefängnis für Dragoljub Simonović

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Simonovic bei Gericht
Foto: P. Milošević

Dragoljub Simonović muss für vier Jahre und drei Monate ins Gefängnis. So lautet das erstinstanzliche Urteil gegen den ehemaligen Gemeindevorsitzenden von Grocka. Der Richter befand ihn für schuldig im Dezember 2018 das Haus des Journalisten Milan Jovanović in Brand gesteckt zu haben.

Nach der Urteilsverkündung verließ Simonović mit seinen Anwälten den Gerichtssaal. Wann er seine Haftstrafe antreten muss, ist gegenwärtig noch unbekannt. Wahrscheinlich ist aber vielmehr, dass seine Anwälte das Urteil anfechten und in die zweite Instanz gehen werden.

Das Gericht blieb letztendlich unter den Forderungen der Staatsanwaltschaft. Denn diese hatte eine Haftstrafe von mindestens acht Jahren gefordert. Sie sah es als erwiesen an, dass Simonović andere Angeklagte dazu angestiftet hatte, den Brand gelegt zu haben. Für den Straftatbestand der schweren Brandstiftung sieht das serbische Strafgesetzbuch eine Gefängnisstrafe von bis zu acht Jahren vor.

Besonders schwerwiegend sah es die Staatsanwaltschaft zudem an, dass die Brandstifter sich als Opfer einen Journalisten ausgesucht hatten, der kritisch über Simonovićs Rolle in der Gemeinde berichtet hatte.

Jovanović hatte das Feuer in seinem Haus mit Glück überlebt, sich aber Verletzungen zugezogen.

Findet Ihr das Urteil zu milde? Hätte das Gericht eine höhere Strafe verhängen sollen, da Simonović anscheinend einen unliebsamen Journalisten zum Schweigen bringen wollte?

Quelle: novosti.rs

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