Was ist schlimmer – Vucics oder Milosevics Medienfinsternis?

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„Was Medien angeht waltet in Serbien eine absolute Finsternis. Medien sind blockiert und werden im politischen und wirtschaftlichen Druck erstickt. Die Situation ist verheerend. Was in den letzten 30 Tagen passiert hat uns dazu getrieben, dass wir uns einander annähern und vereinigen, dass wir den Kopf heben, dass wir versuchen, die Öffentlichkeit zu animieren und sie zu Hilfe zu rufen“, erklärte der Präsident der Unabhängigen Verbandes der Journalisten Serbiens Slavisa Lekic für das Radio Freies Europa.

„Unabhängige Journalisten werden misshandelt, und zwar vor allem in der Regenbogenpresse, was schon fünf Jahre andauert, aber im letzten Jahr so intensiviert wurde, dass man nun von einem Medienlynch spricht. Die Regenbogenpresse, die pro-Regierung ist – sie tritt vereint auf. Was das eine Blatt versäumt, nimmt das nächste auf und so weiter, und dann wird das auf Pink ausgestrahlt und die ganze Nation sieht es“, sagte er.

„Der Unterschied zwischen Vucic aus den Neunzigern und dem Vucic heute ist, dass er heute viel mehr Macht hat. Damals war er Milosevics Minister für Medien und führte seine Entscheidungen durch. Heute entscheidet er wörtlich alles, und das ist zu weit gegangen“, sagt Lekic.

„Viele nehmen es mir Übel, aber ich behaupte, dass es jetzt schlimmer ist als unter Milosevic. Seine Leute haben Journalisten ermordet, aber ich sage, es ist nur eine Frage der Zeit, bis diese Regierung es auch tut. Seit Vucic an der Macht ist, ist Serbien in einem dauerhaften Ausnahmezustand, fast täglich passieren irgendwelche Staatsstreiche und Attentate sind regelmäßiger auf dem Programm als Renten und Gehälter. Die Paranoia hat kein Ende“, schlussfolgerte Lekic.

Quelle: Vesti Online

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