Weitere Lockerungen der Coronamaßnahmen geplant

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Foto: ATA Images /Antonio Ahel

Auf der Sitzung am gestrigen Nachmittag hat der Krisenstab der serbischen Regierung erneut die Lockerungen der noch bestehenden Coronamaßnahmen in Aussicht gestellt.

Nach dem Ende des Treffens trat Dr. Branislav Tiodorović an die Öffentlichkeit, um die neuesten Entscheidungen bekanntzugeben.

Nicht zuletzt aufgrund der anstehenden Feiertage betonte er, dass es weiterhin extrem wichtig sei, sich an die Hygiene- und Abstandsregeln zu halten. Auch die nach wie vor bestehenden Maßnahmen müssten unbedingt eingehalten werden. Anderenfalls könnte das bereits Erreichte wieder zunichte gemacht werden.

Im Hinblick auf weitere Lockerungen sagte Tiodorović: „Restaurants und Innenbereiche von Cafés werden ab dem 8.Mai wieder eröffnet. Dies jedoch nur unter der Vorgabe, dass sich die epidemiologische Situation bis dahin nicht verschlechtert. Aber auch dann dürfen sie nur fünfzig Prozent ihrer Kapazitäten nutzen.“

Bürger müssen verantwortlich bleiben

Eindringlich wandte er sich an die Bevölkerung, um seine Sorge vor einem neuen Anstieg der Coronainfektionen zu warnen:

„Unsere Aufgabe bei der Sitzung war es, die Situation vor Beginn der Feiertage zu analysieren und zu bewerten. Wie Sie wissen, wollen wir alle, und damit meine ich, die Menschen, die Regierung, die Mediziner und die Nichtmediziner, ein Szenario vermeiden, wie wir es an Sretinje der Fall war. Da hatten wir schönes Wetter und keinerlei Respekt mehr vor den Maßnahmen, was uns einen Anstieg an Erkrankungen und leider viele Tote eingebracht hat. Lassen Sie uns das jetzt vermeiden. Das können wir auch, wenn wir diszipliniert und verantwortlich handeln.“

Tiodorović ergänze zudem, dass man dann über weitere größere Lockerungen sprechen könnte, sofern die Infektionszahlen weiter abnehmen würden. Das Mitglied des Krisenstabs stellte jedoch klar, dass die Bevölkerung dies nicht mit einem Ende der Pandemie verwechseln dürfe. Es gehe darum, die Sachlage objektiv zu beurteilen.

Äußerst positiv sehe er auch die Produktion von Sputnik V in Serbien. Diese sei zu vollster Zufriedenheit angelaufen. Demnächst könnten sogar die Nachbarländer Serbiens mit dem Corona-Impfstoff versorgt werden.

Impfungen sind die beste Waffe gegen Corona

Gegen Ende seiner Bekanntgabe wies Tiodorović zudem nochmals daraufhin, dass mehr als 90 Prozent der jetzigen Coronapatienten in den Krankenhäusern nicht geimpft gewesen seien. Er forderte daher die Bevölkerung auf, die Impfangebote schnellstmöglich anzunehmen.

Ab dem 15.Mai werde weiterhin in Serbien eine neue Impfkampagne beginnen. Diese soll sich vorwiegend an junge Menschen richten. Auf diese Weise, so das Ziel, könne die Pandemie in der Fläche des Landes bekämpft werden.

Mit der teilweisen Öffnung von Cafés und Restaurants steht eine weitere große Einschränkung im Alltag vor ihrem Ende. Weiterhin geschlossen bleiben sollen hingegen noch Clubs und andere Veranstaltungsorte.

Aus dem Krisenstab hieß es dazu, dass es unverantwortlich sei, sämtliche Maßnahmen auf einmal zu lockern.

Die Ministerin für Arbeit, Beschäftigung, Veteranen und Soziales, Dr. Darija Kisić-Tepavčević, hatte bereits früher am Tage angekündigt, dass es über die kommenden Feiertage „nicht viel Raum“ für weitere Lockerungen geben würde. In Serbien gäbe es mit die flexibelsten Maßnahmen im Vergleich zu anderen Ländern. Dort wären die Einschränkungen im Alltag wesentlich massiver, so die Ministerin.

Ende der Krise vielleicht in ein paar Monaten

Kisić-Tepavčević, welche als Epidemiologin ebenfalls Mitglied des Krisenstabs ist, forderte die Einwohner Serbiens ebenfalls auf, sich impfen zu lassen. Das Ende der Pandemie in Serbien hänge von den Menschen ab, welche hier leben.

„Das hängt von uns allen ab. Nicht vom Krisenstab, sondern von jedem Einzelnen“, so die Ministerin.

Der Staatssekretär des Gesundheitsministeriums, Mirsad Đerlek, mahnte die Bürgerinnen und Bürger, die gegenwärtige Lage nicht zu verharmlosen. Er zeigte sich aber mittelfristig hoffnungsvoll.

„Ich möchte den Bürgern Serbiens sagen, dass Sie etwas länger durchhalten müssen. In zwei bis drei Monaten sind wir dann am Ziel. Wir brauchen jedoch bis dahin mehr Vorsicht, die Maßnahmen und mehr Impfungen“, so Đerlek.

Glaubt Ihr, dass die Infektionszahlen nach den Feiertagen wieder hochgehen werden? Haben wir in ein paar Monaten tatsächlich schon wieder einen „normalen“ Alltag? Schreibt es uns in die Kommentare.

Quelle: mondo.rs

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