„Wir bedrohen Bosnien und Herzegowina nicht, aber wir lassen auch keine Erniedrigung Serbiens zu“

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Photo: Facebook / Aleksandar Vucic
„Serbien wird den Serben in Bosnien und Herzegowina zustehen und wir werden die Republika Srpska und alles, was nach Verfassung und Gesetz gemacht wird, unterstützen“, erklärte der Präsident Serbiens Tomislav Nikolic. Ministerpräsident Aleksandar Vucic sagte, Ziel sei es, die Stabilität in den Beziehungen mit Bosnien und Herzegowina zu behalten, dass man aber keine Erniedrigung Serbiens zulassen werde. Der Präsident der Republika Srpska Milorad Dodik hat erklärt, die angekündigte Revision der Klage Bosnien und Herzegowinas gegen Serbien sei keine Frage der Gerechtigkeit, und der Vorsitzende des Präsidiums Bosnien und Herzegowinas Mladen Ivanic sagte, dass die illegale Klage wahrscheinlich erhoben wird.
 
Tomislav Nikolic gab an, die RS und Serben hätten nichts getan, um die Beziehungen in Bosnien und Herzegowina zu destabilisieren. „Heute treffen wir uns nicht zum letzten Mal, weil wir über das Schicksal der Republika Srpska und der Beziehungen in Bosnien und Herzegowina sprechen müssen. Ein Mitglied des Präsidiums Bosnien und Herzegowinas fasst eine Entscheidung, für welche es ihm unwichtig ist, ob sie in seiner Zuständigkeit ist oder nicht“, sagte Nikolic nach dem Treffen mit Vucic, Dodik und Ivanic. Er hob hervor, dass die internationale Gemeinschaft solch ein Benehmen des muslimischen Mitglieds des Präsidiums Bakir Izetbegovic nicht rechtfertigen kann.
 
Vucic sagte, es sei offensichtlich, dass manche Menschen in der Vergangenheit leben und versuchen, von der Vergangenheit zu leben. „Es ist klar, dass nun auch das wenig Vertrauen, dass wir aufgebaut hatten, weg ist. Wenn sie Klage gegen ein Nachbarland einreichen wollen und wissen, dass eine Million Serben in Bosnien dagegen sind, dann gibt es da kein Vertrauen“, sagte Vucic und fügte hinzu, man werde nach neuen Mechanismen für einen wahrhaftigen Dialog mit den Bosniaken suchen.
 
Der Präsident der Republika Srpska Milorad Dodik sagte, dass die Bosniaken hiermit versuchen, mehrere Milliarden Dollar Entschädigung zu bekommen, wie auch, die Republika Srpska abzuschaffen. „Beim Treffen, bei welchem über die Revision entschieden wurde, waren alle anwesend, welche dauerhafter Hass uns gegenüber verbindet: Bakir Izetbegovic und seine Leute, die Opposition, Vertreter der Religionsinstitutionen.“ Er gab an, dass hiermit der Versöhnungsprozess in Bosnien gestoppt wird.
 
Mladen Ivanic sagte, dass ein hoher Grad an Einheit der Regierung und Opposition der Republika Srpska erreicht wurde, und dass sich das bei der Sitzung des Parlaments zeigen werde. Er rief die internationale Gemeinschaft auf, einzugreifen. „Izetbegovic muss entscheiden, ob er die Klage will oder die Institutionen Bosnien und Herzegowinas achtet“, sagte Ivanic.
 
Quelle: RTS

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