Zvicer anscheinend in Brasilien untergetaucht

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Foto: т.ме/мосиицхук72, Privatna Arhiva

Einer der mutmaßlichen Anführer des Kavač-Clans, Radoje Zvicer, hat sich wahrscheinlich nach Südamerika abgesetzt.

Wie die serbischen Behörden vermuten, gelang es ihm über Bosnien und Herzegowina sowie Spanien in Brasilien zu landen. In Letzterem wurde er auch angeblich zuletzt gesehen. Diese Route ist auch plausibel. Denn Spanien ist das europäische Drehkreuz für Reisen nach Südamerika.

Zvicer ist zudem allein auf der Flucht. Seine Frau Tamara ließ er, nach inoffiziellen Quellen, offenbar zurück. Ob dies in ihrem Fall klüger war, darüber darf sicherlich gestritten werden. Sie war es immerhin, die ihm im vergangenen Jahr bei einem Attentat in der Ukraine das Leben rettete.

Die montenegrinische Polizei gab bis jetzt aber noch nicht offiziell bekannt, ob sich Tamara noch im Lande befindet oder ebenfalls geflohen ist.

Serbien hat inzwischen einen internationalen Haftbefehl ausgestellt, um Zvicer zu fassen. Somit sind auch die brasilianischen Behörden gehalten, ihn zu suchen und festzunehmen.

Kontakte zu südamerikanischen Drogenkartellen

Aber offenkundig hat er durchaus mächtige Freunde. Eine solche Flucht und sein Untertauchen in Südamerika sind nur möglich, wenn man über ein weitverzweigtes Netzwerk verfügt. In Südamerika geht zudem praktisch nichts im kriminellen Milieu ohne die mächtigen Drogenkartelle.

Erst im März hatten die montenegrinischen Behörden versucht, ihn in seinem Haus in Kotor festzunehmen. Sein Anwesen war jedoch verlassen.

Zvicer soll einer der wichtigsten Köpfe im internationalen Kokainschmuggel auf der sogenannten Balkanroute sein. Angeblich kontrolliert er einen großen Teil des gesamten Kokainhandels in Europa.

Seine Geschäfte in Serbien organisierte und verwaltete darüber hinaus niemand Geringeres als Veljko Belivuk alias Velja Nevolja. Zvicer soll bei ihm auch mehrere Morde in Auftrag gegeben haben. So gehen wahrscheinlich die Morde an Milan Ljepoja, einem der „Pink Panther“ und anderer auf sein Konto.

Forensiker konnten Ljepojas DNA auch in Belivuks „Haus des Schreckens“ sicherstellen, in welchem er seine Opfer auf grausamste Art und Weise zu Tode folterte. Ljepojas Leiche lag dort in mehreren Plastiksäcken im Keller.

Quelle: mondo.rs

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