Heute feiern die Serben Pokrovica

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Mariä Schutz und Fürbitte
Foto: SPC

Der heutige orthodoxe Feiertag wird im Kirchenkalender auch Pokrov Presvete Bogorodice genannt.

Im Deutschen ist er bei den Katholiken auch als „Mariä Schutz und Fürbitte“ bekannt. Die Protestanten, immerhin die zweitgrößte christliche Glaubensgemeinschaft in Deutschland, kennen ihn hingegen überhaupt nicht. Aber auch in der katholischen Kirche feiert ihn niemand.

Es handelt sich also um einen reinen Feiertag des orthodoxen Kirchen, insbesondere der slawischen.

Das ist auch nicht verwunderlich. Denn der Feiertag geht auf eine Marienerscheinung im Konstantinopel des 10. Jahrhunderts zurück. Damals belagerten die Türken die Stadt und ein Mann namens Andreas, ein freigelassener Sklave erblickte die Jungfrau.

Er sah sie in der Kirche der Heiligen Maria von Blachernae in Gegenwart von Engeln knieend und betend.

Sie beschützte Konstantinopel vor der Türkeninvasion

Anschließend breitete sie ihren Schleier oder Mantel über die anwesenden Gläubigen aus. Um welche Art Kleidungsstück es sich tatsächlich handelte, ist schwierig zu bestimmen. Die Überlieferungen erwähnen ein sogenanntes Omophorion, das liturgische Kleidungsstück, wie es heute noch von Patriarchen und Metropoliten getragen wird.

Andreas berichtete später, dass die Türken aufgrund dieses wundersamen Ereignisses ihre Belagerung abbrachen.

Daher rührt auch der Name dieses hohen Feiertages. Denn wörtlich übersetzt heißt der kirchenslawische Feiertag „Der von der Mutter Gottes ausgebreitete Schleier“. Dieses Motiv findet sich deshalb auch in der Ikonografie zu diesem Feiertag.  

Frauen sollten nach Möglichkeit heute keine schwere körperliche Arbeit verrichten. Der Feiertag richtet sich zudem besonders an junge Frauen und Mütter. Viele fasten heute auch. Zudem gibt es im serbischen Volksglauben die Überlieferung, dass es heute leichter ist, ein Kind zu gebären.

Besonders wichtig ist der heutige Feiertag zudem für das Patriarchat von Peć.

Wie verbringt Ihr den heutigen Tag? Schreibt es uns in die Kommentare.

Quelle: informer.rs

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