Heute ist Sveti Nikola!

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Brot und Wein am Tag des heiligen Nikolaus
Foto: MONDO/Goran Sivački

Heute wird einer der höchsten Feiertage der serbisch-orthodoxen Kirche begangen. Es ist der Tag des heiligen Nikolaus, auf Serbisch Sveti Nikola.

Man schätzt, dass die Hälfte der Orthodoxen in Serbien dieses Fest zuhause begeht. Die andere Hälfte hingegen ist hingegen bei ihnen zu Besuch.

Der heilige Nikola bzw. Nikolaus ist dabei einer der wichtigsten Heiligen der Orthodoxie überhaupt, wenn nicht sogar der wichtigste. Über 600 Kirchen sind ihm gewidmet. Das Datum des 19. Dezembers gilt dabei nur für den gregorianischen Kalender und ist eine Umrechnung vom älteren julianischen Kalender, welcher bis heute bedeutsam für die orthodoxen Kirchen ist. Nach ihm haben wir heute den 6. Dezember. An diesem Datum starb der heilige Mann im Jahr 343.

Seine Reliquien ruhen in Italien

Erwähnt werden sollte auch, dass die orthodoxe Kirche den 22. Mai in diesem Zusammenhang feiert. Denn an diesem Datum wurden im Jahr 1096 wurden seine Reliquien in das italienische Bari überführt. Dort ruhten sie in der Kirche des heiligen Johannes des Täufers, bis sie drei Jahre später in einer eigenen Kirche untergebracht werden konnten.

Nikolaus wurde in der Zeit des römischen Kaisers Valerian in der Stadt Patara im damaligen Lykien in Kleinasien geboren. Seine Eltern Theophanes und Nona bemerkten schon früh, dass ihr Sohn über ungewöhnliche geistige Gaben verfügte und förderten ihn so gut sie konnten.

Als er älter wurde und die Schule besuchte, beschloss er Priester zu werden. Sein Onkel, ebenfalls Priester, schickte ihn daraufhin in das Zion-Kloster nach Myra, nicht weit von seiner Heimatstadt entfernt. Nachdem seine Eltern gestorben waren, nahm Nikola sein gesamtes ererbtes Vermögen und verteilte es unter den Armen. In der Folge soll er noch viele Wundertaten vollbracht haben.

In der Geschichte des Christentums gilt er bis heute als einer der leidenschaftlichsten Verfechter des Glaubens und zudem als Bekämpfer aller damaligen ketzerischen Lehren. Auf dem Konzil von Nicäa beispielsweise soll er den Bischof Arius öffentlich geohrfeigt haben, auf dass dieser seine Fehlinterpretationen der Bibel nicht weiter verbreite.

Für die Serben ein besonderer Heiliger

In der der serbisch-orthodoxen Kirche galt der heilige Nikola zudem als Beschützer der serbischen Könige. Daher wurden ihm auch so viele und vor allem einige der ältesten Kirchen im Lande geweiht.

So baute im 13. Jahrhundert kein Geringerer als Stefan Nemanja im Studenica-Kloster die Sankt-Nikolaus-Kirche. Uroš I. Nemanjić und Königin Jelena Anžujska errichteten ihm zu Ehren eine Sankt-Nikolaus-Kirche im Gradac-Kloster.

Aufgrund der Coronakrise sollten heute ja nur kleine Feiern stattfinden, wenn überhaupt. Wie begeht Ihr den heutigen Tag? Schreibt es uns in die Kommentare.

Quelle: mondo.rs

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