Legija und Golubović Hand in Hand

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Ulemek und Golubovic
Foto: ATA Images/Antonio Ahel/REUTERS/Goran Tomasevic/File

Kristijan Golubović und Milorad Ulemek „Legija“ galten als die gefährlichsten Männer der Belgrader Straßen.

Jetzt kursiert ein verstörendes Foto der beiden in den sozialen Medien, wo Fans sie als „Legenden der 1990er Jahre“ bezeichnen. Auf Facebook und auf Instagram tauchten nämlich Beiträge auf, die die beiden Hand in Hand bei einer Feier zeigen. Offensichtlich tanzten die beiden zusammen Kolo auf einer Hochzeit.

Dass die beiden sich fröhlich bei einem Volkstanz ablichten ließen, erlaubt natürlich nur begrenzt Rückschlüsse auf die Verbindung der beiden Männer. Allerdings scheint man sich an diesem Abend äußerst gut verstanden zu haben. Golubović hatte nie ein Geheimnis aus ihrer Freundschaft gemacht.

Milorad Ulemek wurde viermal zur Maximalstrafe verurteilt. Ihm wurden sowohl die Beteiligung an der Ermordung des serbischen Premierministers Zoran Đinđić, Verwicklungen in die kriminellen Machenschaften des Zemun-Clans, vier Morde auf der Ibar-Magistrale, der Mord an Ivan Stambolić sowie ein Mordversuch an Vuk Drašković zur Last gelegt. Erst im Jahr 2044 wird daher seine Haftstrafe nach gegenwärtigem Stand enden.

Vom Kriminellen zur Popikone

Aleksandar „Kristijan“ Golubović gilt als einer der schillerndsten und nach wie vor bekanntesten Kriminellen der 1990er Jahre. Mehrfach saß er in Serbien wie auch im deutschsprachigen Raum im Gefängnis, so unter anderem drei Jahre wegen scheren Einbruchs in Düsseldorf.

In den letzten Jahren war er vor allem in einigen serbischen Fernsehshows wie Farma, Zadruga und Parovi zu sehen.

Bekannt ist er auch durch seine Schilderungen der Belgrader Unterwelt der 1990er Jahre.

Wenn sich jetzt die jüngeren Generationen mit den 1990er Jahren und ihren schillernden Figuren und vermeintlichen „Helden“ beschäftigen, gibt dies doch arg zu denken. Dass diese Personen auch immer wieder in den Medien auftauchen ist selbstverständlich auch nicht verwunderlich. Aber eins sollte doch klar sein, die diese Zeit miterlebt haben: Es ist gut, dass sie vorbei ist.

Sollte man Personen wie sie quasi Pop-Ikonen der 1990er Jahre „verehren“? Oder seht Ihr das als problematisch an? Schreibt es uns in die Kommentare.

Quelle: mondo.rs

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