Verschärfte Kontrollen gegen Honigfälschungen

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Viele lieben ihn. Er schmeckt und soll zudem bei allerlei Wehwehchen helfen. Auch als Mitbringsel für die Lieben in der Fremde ist er stets willkommen. Die Rede ist von Honig aus Serbien.

Leider hat die stetig wachsende Nachfrage aber auch zu allerlei schwarzen Schafen auf dem Markt geführt. Diese vertreiben minderwertige Produkte oder panschen die Honigerzeugnisse mit allerlei Zusatzstoffen, beispielsweise Zuckerwasser. Diese gestreckten Waren reichen bestenfalls noch zum Kochen oder Backen.

Das serbische Landwirtschaftsministerium hat deshalb in den letzten Wochen seine Kontrollen von Erzeugern und Händlern verstärkt, um minderwertige Produkte vom Handel zu entfernen.

Die bisher vom Markt genommenen Produkte sind jedoch nicht gesundheitlich bedenklich, sie entsprechen nur nicht den Anforderungen der gesetzlichen Qualitätsvorgaben.

Rodoljub Živadinović, der Vorsitzende des Imkereiverbandes Serbiens (SPOS) erklärte gegenüber Tanjug, dass es solch umfangreiche Kontrollen in Serbien bisher noch nie stattgefunden hätten. Denn es seien alle wichtigen Behörden in die Aktion involviert, von der Polizei, über die Veterinärinspektion, die Steuerfahndung bis zur Hygienekontrolle.

Wie „Politika“ berichtet wurden mehr als 150 Proben von verschiedenen Produzenten genommen. Kernfrage sei vor allem aus veterinärmedizinischer Sicht, woher der Zucker in den Proben stammt.

Zwei Produzenten sind bereits aufgeflogen

Živadinović erklärte denn auch, dass Fälschungen bisher bei der Firma „Med Hani“ aus Vučak bei Smederevo und im landwirtschaftlichen Betrieb „Vučenović“ bei Sremska Mitrovica gefunden wurden.

Auch habe es durch unsachgemäße Lagerung oder übermäßige Erwärmung bei manchen Produkten Qualitätsmängel gegeben.

Der Vorsitzende der serbischen Imker erläuterte weiterhin, dass derlei Waren nur unter der Bezeichnung „Bäckerhonig“ vertrieben werden dürften. Denn dieser sei nicht zum direkten Verzehr geeignet.

Tatsächlich können Fälschungen noch viel weiter reichen, von der bereits genannten Streckung des Honigs mit Zuckerlösungen bis hin zu vollständigen Fälschungen, bei denen nicht einmal eine Biene vorbeigeflogen sei.

SPOS unterstütze daher die laufenden Kontrollen und besteht darauf, sämtlichen Unternehmen, welche gefälschte Waren auf den Markt bringen, die Lizenz zu entziehen.

Esst Ihr gerne Honig? Hattet Ihr schon einmal mit Lebensmittelfälschungen zu tun? Schreib es uns in die Kommentare.

Quelle: politika.rs

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