Heldengedenken heute in Valjevo

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Foto: Arhiva Novosti

In Valjevo gedachten die Menschen heute einem der letzten Helden im Kampf gegen die NATO-Aggression vor 22 Jahren. Zwei MiG-29 der serbischen Streitkräfte überflogen dazu die Stadt an der Kolubara, genau um 12.04 Uhr.

Denn heute im Jahr 1999 brach Oberstleutnant Milenko Pavlović zu seinem letzten Flug auf, um seine Heimat zu verteidigen.

Zwölf Minuten vor der denkwürdigen Uhrzeit war er in seine Maschine gestiegen, vollends bewusst, dass er den Angreifern allein in seinem Flugzeug kaum würde standhalten können.

An der Startbahn hatte er noch einen jüngeren Piloten zurückgeschickt. Denn das Leben anderer kam für Pavlović vor seinem eigenen. Mit den Worten „Bei der Mutter Deiner Kinder, Du wirst heute nicht sterben, sondern ich“ schickte er seinen jungen Kameraden zurück.

Pavlović startete die Triebwerke seiner Maschine und entschwand in den Wolken. Der Feind hatte vorab seine Heimatstadt Valjevo bombardiert. Die NATO-Flieger befanden sich auf dem Rückweg aus dem serbischen Luftraum zurück zu ihrer Basis, sowohl technisch als auch personell überlegen.

Ein Luftkampf entbrannte. Die Übermacht des Feindes war erdrückend.

Drei zielgelenkte Raketen, abgefeuert von einem niederländischen Piloten aus einer F-16 irgendwo im Luftraum über Tuzla, trafen Pavlovićs Maschine.

Brennende Trümmer waren das nächste, was die Einwohner Valjevos zu Boden fallen sahen. Milenko Pavlović war sofort tot.Er hatte sich geopfert auf dem Altar des Vaterlandes, um das schändliche Verbrechen der NATO zu rächen und um seine Liebsten zu beschützen.

Sein Mut bleibt unvergessen

Der Kommandant des 204. Jägerregiments der serbischen Luftstreitkräfte war der letzte tote serbische Pilot dieses Krieges. Denn nach seinem Einsatz startete das Oberkommando keine weiteren Jäger mehr zur Landesverteidigung. Der Krieg sollte von der serbischen Seite nur noch vom Boden aus geführt werden. Der Einsatz von Kampfflugzeugen wurde in Anbetracht der Luftüberlegenheit der NATO-Verbände als militärisch sinnlos erachtet.

Der Staat verlieh ihm posthum die Tapferkeitsmedaille. Auch die serbisch-orthodoxe Kirche würdigte ihn und seine Familie mit dem Orden des heiligen Bischofs Nikolaj. In Pavlovićs Heimatort Gornji Crniljevo gibt es seitdem einen Gedenkraum, um an diesen Helden zu erinnern. Die Stadt Osečina benannte eine Straße nach ihm.

In Valjevo gemahnt ein Denkmal an den Kampfpiloten und seinen Heldenmut. Dort versammeln sich auch jedes Jahr die Menschen, um seiner zu gedenken und in den Himmel zu blicken, wo Milenko Pavlović einst den Tod fand.

Schreibt uns Eure Gedanken zum Einsatz dieses Ausnahmepiloten in die Kommentare.

Quelle: novosti.rs

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