Minja Subota ist verstorben

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Minja Subota hat Generationen von Kindern geprägt
Foto: Kurir telezivija

Gestern gab es schon die traurige Nachricht vom Tode des Weltklassetrainers Dušan Duda Ivković, heute ereilt uns die Mitteilung vom Tod eines Helden unserer Kindertage. Die Rede ist von Milan Subota, besser bekannt als Minja Subota.

Der Fernsehmoderator und Komponist verstarb heute Morgen im Alter von 83 Jahren. Subota litt bereits seit Jahren an einer schweren Lungenerkrankung.

Sein Tod wird sicherlich viele Menschen aus Serbien und aus dem ex-jugoslawischen Raum reumütig an ihre Kindertage denken lassen. Denn er war vor allem für seine zahlreichen Kinderlieder und seine Moderationen im Kinderprogramm der 1970er, 1980er, 1990er und 2000er bekannt. Aber auch viele Jüngere kannten und liebten ihn, auch wenn er aus einer Zeit stammte, welche glücklich ohne Smartphones und Internet auskam.

Subotas Tod wurde von Belgrads Vizebürgermeister Goran Vesić bekannt gegeben.

„Unser Minja, mit dem wir alle aufwuchsen und der uns mit Liedern lehrte, gute Menschen zu sein und die Welt zu verstehen, ist tot. Minja, der immer fröhlich war und lächelte, auch wenn er selbst gegen eine schwere und tödliche Krankheit kämpfte. Wenn man an Mina Subota denkt, gleich ob ältere oder jüngere Belgrader, wird jeder von uns sofort an „Muzički tobogan“ denken, die Sendung unserer Kindertage. So prägte er wie kein anderer die erfolgreichen Jahrzehnte des früheren TV Belgrad.

Milan war Elektroingenieur. Er war ein erfolgreicher Musiker, Sänger, Komponist, Liedermacher, Drehbuchautor und Schöpfer zahlreicher Sendungen für Radio und Fernsehen.

Minja liebte besonders Kinder und komponierte für die Jüngsten unter uns zahlreiche Lieder, während er sich selbst die Seele eines Kindes erhielt. Möge er in Frieden ruhen.

Du hast in den letzten Jahren viel mit Deiner Krankheit gekämpft, es Dir aber nie anmerken lassen. Du hast uns viel gelehrt und jetzt sind wir an der Reihe, es Dir zu vergelten. Erst mit der Beerdigung in der Allee der verdienten Bürger der Stadt und dann mit einer bleibenden Erinnerung. In drei Jahren wirst Du eine Straße in unserer Stadt erhalten und auch das Kulturzentrum für Kinder, welches Du ins Krankenhaus gebracht hast, wird ein bleibendes Denkmal an seinen Minja sein“, so Vesić.

Ein Star, nicht nur für die Jüngsten

Subotas bekannteste Kindersendung war sicherlich „Muzički tobogan“. Daneben schuf und moderierte er aber auch zahlreiche andere Fernsehsendungen für die Kleinen und Kleinsten, so zum Beispiel „Igre bez granica“, „Od glave do pete“, Nedeljno popodne“, „Zvezdana žurka“ oder „Dete je čovek važan“.

Auch seine Kinderlieder erfreuen sich bis heute großer Beliebtheit und werden ihren Schöpfer überdauern. Darunter Klassiker wie „Raszoble se lisica“, Deca su ukras sveta“, Išli smo u Afriku“, „Telefonijada“ oder „Povrćijada“.

Aber Subota war nicht nur mit seiner Arbeit vor der Kamera beschäftigt. So war er Präsident des Verbandes der Pop-Künstler Jugoslawiens und Serbiens und arbeitete in verschiedenen weiteren Musikgremien. Auch als Komponist von Chansons und Schlagern machte er sich sowohl in Jugoslawien als auch in der damaligen UdSSR einen Namen. Sehr oft war er zudem Jurymitglied bei zahlreichen Kultur- und Musikveranstaltungen. Zudem nutzte er seine Popularität, um sich für wohltätige Zwecke zu engagieren.

Deshalb überrascht es auch nicht, dass ihn etwa die Stadt Kruševac zum Ehrenbürger ernannte. Bekanntheit erlangte zudem auch sein Buch „Wie wir alle Tito unterhielten“.

Traurig war es, dass Subota seine letzten Lebensjahre ohne seine geliebte Frau Branka Jeremić-Subota verbringen musste. Denn sie verstarb bereits 2018.

Unser Beileid gilt daher ihrem gemeinsamen Sohn Miloš und seinen weiteren Angehörigen.

Minja Subota hat mit seiner Kreativität und Liebe ein Licht entzündet, in dieser doch nur allzu oft dunklen und kalten Welt. Mit ihm geht auch ein weiteres Monument einer vergangenen Ära, aber in unseren Herzen wird er weiter leben.

Woran erinnert Ihr Euch bei Minja Subota? Welche Erinnerungen verbindet Ihr mit seinen Fernsehsendungen? Schreibt es uns in die Kommentare.

Quelle: kurir.rs

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