Bald weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen?

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Die Epidemiologen Tiodorovic und Kon vom serbischen Krisenstab
Foto: Tanjug

Serbien kann sich weiter seiner großartigen Erfolge im Kampf gegen Corona rühmen. Die Fallzahlen sinken weiter kontinuierlich und das Leben kehr mehr und mehr in seine gewohnten Bahnen zurück.

Deshalb kann es die Bevölkerung natürlich kaum erwarten, dass die Regierung auch die letzten Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie in Serbien abschafft.

Hierbei geht es vor allem um private und öffentliche Veranstaltungen. Insbesondere Hochzeiten und andere größere Feiern sind nämlich nach wie vor von Einschränkungen betroffen.

Gerade da jetzt das Wetter wärmer wird und uns die lichtdurchfluteten und sonnigen Tage bevorstehen, kann man es kaum abwarten, endlich wieder das tun zu können, was man im Sommer eben gerne macht. Für große Familienfeiern, Konzerte, Festivals und ein spektakuläres Nachtleben ist Serbien ja immerhin weithin bekannt. Man denke allein daran, wie viele Matura- und andere Abschlussfeiern seit dem Beginn der Pandemie ausgefallen sind.

Nicht zuletzt betrifft das alles auch den internationalen Tourismus, welcher sich in unserem Land ebenfalls durch „klingende Münze“ bemerkbar macht. Denn im letzten Jahr ging in dieser Hinsicht gar nichts.

Die Gastronomie litt, Hotels und Clubs waren geschlossen. All das muss jetzt schnellstmöglich nachgeholt werden, damit die entsprechenden Branchen ihre finanziellen Verluste der vergangenen anderthalb Jahre eingrenzen können.

Vesić fordert massive Lockerungen

Der Krisenstab der Regierung wird daher heute mit großer Wahrscheinlichkeit auch weitere Lockerungen beschließen. Goran Vesić, der stellvertretende Bürgermeister von Belgrad, hatte bereits vorab vom Stab gefordert, gastronomische Einrichtungen bis 1 Uhr nachts arbeiten zu lassen. Live-Musik, so Vesić, solle bis 0 Uhr gespielt werden dürfen. Für sonstige Veranstaltungen forderte er weiterhin eine Erlaubnis, sofern grundlegende Hygieneregeln eingehalten werden.

Wortwörtlich sagte Vesić: „Wir erwarten, dass ab dem 21. Juni in Belgrad und in anderen Kommunen, in welchen mehr als 50 Prozent der Menschen geimpft sind, wider Kongresse, Konzerte, Hochzeiten und andere Veranstaltungen stattfinden können, welche unter den bestehenden Maßnahmen nicht möglich sind. Das Städtische Institut für öffentliche Gesundheit hat im Einvernehmen mit der Stadt Belgrad, mit der Stadt Novi Sad und der Veranstaltungsbranche Hygienemaßnahmen für derlei Events ausgearbeitet.“

Laut neuester Daten wurden in Serbien bisher 4.965.448 Dosen an Corona-Impfstoff verabreicht. Eine erste Dosis erhielten bisher 2.659836 Bürgerinnen und Bürger. Vollständig geimpft sind in Serbien zum jetzigen Zeitpunkt 2.305.612 Menschen.

Damit ist Serbien noch ein gutes Stück von einer Herdenimmunität entfernt. Diese ist erreicht, wenn mehr als 70 Prozent der Menschen geimpft sind. Solange dieses Ziel nicht erreicht ist, wird man zumindest weiter vorsichtig sein müssen.

Corona bleibt eine reale Gefahr

Denn es wäre fatal, wenn das Virus noch einmal in einer Welle zurückkommen würde.

Abgesehen von den realen gesundheitlichen Gefahren, würde dies, verbunden mit einem neuen Lockdown, viele Branchen in den Abgrund ziehen.

Deshalb ist es nach wie vor wichtig, die grundlegenden Hygienemaßnahmen einzuhalten. Auch sollte jeder, der es kann und es noch nicht gemacht hat, sich impfen lassen. Denn „Vorsicht ist besser als Nachsicht“, wie es so schön heißt. Zumal wir, was die Versorgung mit Impfstoffen betrifft, in Serbien in einer äußerst privilegierten Lage sind.

Was haltet Ihr von den Lockerungen? Besteht die Gefahr einer neuen Welle? Schreibt uns Eure Meinungen in die Kommentare.

Quelle: novosti.rs

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