Schreckliches Ende eines Vollblut-Politikers

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Der ehemalige Präsident des Veteranenverbandes Sasa Dujovic brachte sich um
Foto: Printscreen/Youtube

Saša Dujović war lange Jahre Abgeordneter im serbischen Parlament. Zudem setzte er sich als Präsident des Veteranenverbandes für die Soldaten der vergangenen Kriege und ihre Hinterbliebenen ein. Dies war ihm, der selbst über Fronterfahrung verfügte, stets eine Herzensangelegenheit.

Dann im Jahr 2019 kam der Schock für den Vollblut-Politiker. Seine Tochter, die damals 25-jährige Jelena Špagović wurde beschuldigt, die damals 80-jährige Majda Garović ermordet zu haben. Die Polizei nahm sie fest. Aber damit ging das Unheil weiter.

Denn alsbald wurde auch sein Sohn Momčilo der Beihilfe zum Mord angeklagt. Er soll ihr angeblich geholfen haben, die Leiche der alten Frau zu beseitigen.

Freiwillig sah er sich als Vater in der Verantwortung

Dujović trat sofort von allen Ämtern zurück. Auch wenn er sich selbst in keiner Weise schuldig gemacht hatte, wogen die mutmaßlichen Taten seiner Kinder zu schwer. Er sah sich nicht mehr in der Lage, seine Ämter bekleiden zu können.

„Ich verurteile die Tat aufs Schärfste, sofern eines meiner Kinder an ihr beteiligt gewesen war. Das Gesetz muss für alle gelten. Was mich betrifft, bin ich aus moralischen Gründen und den möglichen Handlungen meiner Kinder von allen Ämtern im Ministerium für Arbeit, Beschäftigung, Veteranen und Soziales zurückgetreten“, erklärte Dujović damals gegenüber der Presse.

Er sah sich moralisch in der Verantwortung und seine Person nicht mehr mit er Würde seiner Ämter vereinbar. Allein dieser schonungslose Umgang mit sich selbst, zeigte seine Größe, welche man sich bei viel mehr Politikern wünscht.

Auch bekundete er öffentlich sein Mitgefühl mit dem Opfer und dessen Hinterbliebenen.

„Es tut mir leid für die Tat. Als Elternteil tut es mir unendlich leid, was passiert ist. Ich entschuldige mich aufrichtig bei den Bürgern Serbiens. Ich bin ein Kriegsveteran, der lange Zeit für dieses Land gekämpft und es verteidigt hat. Auch werde ich nicht vor der Öffentlichkeit davonlaufen. Und wenn meine Kinder schuldig sein sollten, müssen sie wie jeder andere bestraft werden“, betonte Dujović.

Anscheinend ertrug er die Tragödie nicht mehr

Dann im Sommer dieses Jahres kam der nächste Schock. Saša Dujović war mit gerade einmal 54 Jahren verstorben. Die genauen Umstände blieben unbekannt. Die Öffentlichkeit ging jedoch von einem natürlichen Tod aus.

Wie sich jetzt allerdings herausstellte, nahm er sich am 30. Juli dieses Jahres das Leben. Die Obduktion ergab, dass er sich selbst mit einer Pistole in den Kopf geschossen hatte.

Damit fand die Tragödie seines Lebens ihren traurigen Abschluss.

Wie, wann und ob seine beiden Kinder verurteilt werden, ist noch ungewiss. Bisher wurde im Mordfall der Frau Garović noch kein Urteil gesprochen. Die bisherigen Ermittlungsergebnisse deuten jedoch auf einen besonders kaltblütigen Tathergang hin.

Die grausame Tat ist noch nicht aufgeklärt

Dujovićs Tochter Jelena soll Mitte Juli 2019 die alte Frau ermordet zu haben. Ihre verkohlte Leiche fand man später in einem Müllcontainer gefunden. Unklar ist auch noch, wo die Tat stattfand. Ob sie in der Nähe des Leichenfundes gefunden oder vom Täter nach dem Mord zu dem Container gebracht und dann angezündet worden war, ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Gerade bei diesem Punkt kommt dann auch der Tatverdacht gegen Momčilo Dujović ins Spiel.

Der oder die Täter achteten auch explizit darauf ihre Spuren zu verwischen. Beim anfangs unbekannten Opfer fanden sich weder irgendwelche persönlichen Dokumente noch sonst etwas, dass zur Identifizierung diente. Erst später konnten die Ermittler bestätigen, dass es sich um eine 80-jährige aus Zemun handelte. Wenige Tage später nahmen die Behörden dann Jelena und ihren Bruder fest.

Sollte sich ihre Schuld vor Gericht bewahrheiten, hätten sie zwei Menschenleben auf dem Gewissen. Jenes ihres unschuldigen Opfers und jenes ihres Vaters, der offensichtlich den Schmerz über das Leid, das seine Kinder verursacht haben, nicht mehr ertragen konnte.

Könnt Ihr die Tat des Vaters nachvollziehen? Oder wie denkt Ihr über sein Handeln? Schreibt uns Eure Meinungen in die Kommentare.

Quelle: mondo.rs

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