“Svi u kolo”

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Das Kultur- und Kunstverein „Srbija“ aus Dortmund hat anlässlich seines 20-jährigen Bestehens eine Jubiläums-Folklorefeier unter dem Motto „Svi u Kolo“ veranstaltet. An der sorgfältig vorbereiteten Feier nahmen etwa 1.000 Folkloregruppen und Gäste teil.

Für diesen besonderen Anlass wurde der große Saal der „Heinrich-Böll“ Mittelschule in Dortmund ausgewählt. Obwohl die Umgebung ruhig ist und es einen großen Parkplatz gibt, war es für viele aufgrund der großen Anzahl von Besuchern unmöglich, einen Parkplatz zu finden. Aber bereits am Eingang des Saals, wo Sie von vielen lächelnden Gesichtern und fröhlichem Trubel unserer Leute begrüßt werden, gemischt mit Klängen von Musik, die Freude und Nostalgie weckt, werden alle Sorgen vergessen.

Im Foyer gab es einen traditionellen Empfang mit Brot und Salz, und viele blieben auch am Stand stehen, wo der Kauf von T-Shirts und Souvenirs den Landsleuten im Kosovo und Metohija hilft. Natürlich zeigten die Gastgeber aus Serbien in den erkennbaren roten T-Shirts mit dem bekannten Logo lächelnd Gastfreundschaft.

Obwohl der Saal wirklich groß ist, fast eng, ist er voller Menschen, Spiele, Lieder und Freude. Familien, Freunde und Nachbarn aus Serbien und Deutschland sitzen an langen Tischen und genießen die Musik, die nur in kurzen Pausen für die Ankündigung der nächsten Darbietung stoppt, sowie das Essen und Trinken, das geschickte Gastgeber mitbringen. Insbesondere die Naschkatzen unter den Kindern sind zufrieden, da es reichlich Kuchen und Torten gibt.

Die Bühne ist mit dem Vereinslogo geschmückt, und mit großen Buchstaben steht die Einladung „Alle in die Runde“ – mit der die Gastgeber, wie ihr lieber Gastvater Danilo Dangubić es bei der Eröffnung des Programms sagte, alle in der serbischen Gemeinschaft aufforderten, sich die Hände zu reichen und aufeinander aufzupassen. Ein großer Teil des Saals ist von der serbischen Trikolore aus Ballonreihen umgeben. Jedes Detail bestätigt, dass der Kultur- und Kunstverein „Srbija“ zu Recht diesen Namen trägt. Einiges mehr über die Details der Veranstaltungsorganisation erzählt uns der Vizepräsident Dragan Gagić, der daran mit seiner Frau und Tochter teilnimmt.

„Heute feiern wir unser Jubiläum – 20 Jahre, in denen wir die Tradition pflegen und Treffen organisieren. Es ist sehr anspruchsvoll, eine so große Versammlung zu organisieren, und deshalb sind wir sehr dankbar allen Mitgliedern von „Srbija“ für die Energie und das Wissen, insbesondere den Frauen, die dieses reiche und gute Angebot an Lebensmitteln vorbereitet haben. Viele sind seit dem Morgen hier – alle sind hier und arbeiten alle zusammen. Das Bild dieses so wunderbaren Teams ist eigentlich der größte Grund zum Feiern“ – betont stolz Dragan, der sich auch bei allen bedankt, die zur Jubiläumsfeier gekommen sind.

Dragan Ivašković, der seit Jahren als Vereinspräsident den Geist des Zusammenhalts bewahrt, befand sich in Gesellschaft von zwei jungen Tänzern auf der Bühne und übernahm auch die Rolle des Moderators. Er schaffte es sogar, sich umzuziehen und sprang von Zivilkleidung in die traditionelle Tracht, begrüßte alle und lud sie zum Vergnügen ein. Er eröffnete das Programm, bei dem neben Srbija auch Moravac aus Düsseldorf, Kolo aus Essen, Radost aus Leverkusen, Jelek aus Wuppertal, Zora aus Ratingen und „Nikola Tesla“ aus Hagen auftraten. Nachdem er die langjährige, fleißige Arbeit der Bewahrer von Tradition und Gemeinschaft gelobt und ihnen weiteren Erfolg auf diesem Weg gewünscht hatte, begrüßten alle im Saal Branislava Perić, Generalkonsulin in Düsseldorf, Dragan Popović, Konsul, sowie die Priester Danilo Dangubić und Mihajlo Stojičić.

Viele Folklore-Auftritte auf dieser Feier erregten besondere Aufmerksamkeit und weckten Freude, aber auch der gemeinsame Auftritt aller, die jemals Mitglieder von Srbija waren, und der Tanz „Zeitreise“ fanden sicher einen Platz in allen Herzen, und der Applaus, sogar die eine oder andere Träne, waren der Beweis dafür. Mit ihrem Auftritt war der Kinderkirchenchor „Roman Melod“ ebenfalls eine schöne Zierde des Programms, geleitet von Popen Anđela Dangubić. Am Ende, gegen Mitternacht, wurden den Gästen Dankesworte ausgesprochen, und die Freude, die sie mitnahmen, war das schönste Geschenk für Serbien zum Jubiläum.

Quelle: Srpskadijaspora.info

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