Vermisste Familie aus Aleksinac grausam ermordet

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Die Polizei fand das ausgebrannte Fahrzeug und die Leichen
Foto: Kurir/D.Ilić/RTS/Printscreen/Kurir/M.S.

Nach fast einer Woche des Suchens und Bangens gab es schließlich am Samstag traurige Gewissheit. Die vermisste Familie aus Aleksinac ist tot.

Auch ist jetzt klar, was passiert ist. Goran Đokić, seine Frau Gordana und die gemeinsame Tochter Lidija wurden Opfer eines grausamen Gewaltverbrechens.

Nach intensiver Suche im Gebiet um Aleksinac fanden die Behörden ihre verbrannten Leichen in einem Erdloch unweit des Dorfes Moravac.

In dem Dorf lebt die Großmutter von Tochter Lidjia. Die Đokićs hatten sie am Sonntag vor einer Woche besucht, verschwanden dann aber zunächst spurlos auf ihrer Heimreise nach Aleksinac.

Auch der Passat, das Auto der Familie, konnte inzwischen sichergestellt werden.

Er lag ausgebrannt zehn Kilometer vom Fundort der Leichen entfernt in der Nähe des Dorfes Tešica.

Vor seinen Augen wurden sie ermordet

Besonders grausam und furchterregend ist weiterhin, was die Ermittler anhand erster Spuren rekonstruieren konnten. So deuten der Fundort und die Position der Leichen daraufhin, dass Gordana und Lidija Đokić zuerst ermordet wurden. Es sieht so aus, dass Vater Goran zusehen musste, wie seine Frau und Tochter starben.

Erste Ermittlungen hatten gezeigt, dass die drei mit ihrem Auto die Heimreise von der Großmutter angetreten hatten Eine Überwachungskamera an einem Waschsalon hatte ihre Vorbeifahrt um 00.24 Uhr in der Nacht vom 26. auf den 27. September aufgezeichnet. Tatsächlich fanden die Ermittler weitere Aufzeichnungen, nach denen der Passat später in der Nacht, um 2.05 Uhr nochmals auf der Asphaltstraße Richtung Moravac gesehen wurde.

Der Dreifachmord muss sich aller Wahrscheinlichkeit nach in diesem Zeitraum ereignet haben.

Aus Polizeikreisen wurde zudem ein weiteres Detail verlautbart:

„Interessant ist zudem, dass die Polizei in dem ausgebrannten Auto kein Ersatzrad gefunden hat. Man sagt, dass Goran dort Geld versteckte. Er war ein sehr vorsichtiger und misstrauischer Mann. Auch hätte er niemals einen Fremden ins Auto gelassen. Er muss in jener Schicksalsnacht also jemanden getroffen haben, den er gut kannte. Oder jemand versperrte ihm den Weg und zwang ihn gewaltsam zur Weiterfahrt an den Ort des Mordes. Es gibt aber auch eine dritte Möglichkeit. Nach dieser fuhr er zu einem Treffen mit einem bisher Unbekannten und nahm seine Frau und seine Tochter mit, da er nicht von einer Gefahr ausging.“

Wenn die Forensiker ihre Arbeit endgültig abgeschlossen haben, wird man zudem wissen, ob es noch bisher unbekannte DNA-Spuren, Fußabdrücke und dergleichen gibt, welche Rückschlüsse auf den oder die Täter zulassen.

Übrige Familie wird nochmals verhört

Wie Polizeidirektor Vladmir Rebić erklärte, handelt es sich offensichtlich um ein gut vorbereitetes Verbrechen. So wurden die Leichen und das Fahrzeug etwa mit vorab beschafftem Benzin verbrannt. In den Fokus der Ermittlungen rückt zudem auch die übrige Familie der Đokićs:

„Einige von ihnen werden wir auch mit dem Lügendetektor testen. Denn bisher konnte nichts von dem, was sie bisher aussagten, darauf hindeuten, dass die Đokićs einen Feind hatten, welcher sie so grausam ermorden würde“, so die polizeiinterne Quelle.

In der vergangenen Woche hatte es Spekulationen darüber gegeben, dass der Đokić vielleicht einen sechsstelligen Euro-Betrag an jemanden verliehen und anschließend Sorge um sein Leben hatte. Geklärt ist dieser Umstand jedoch noch nicht. Als Besitzer einer Wechselstube galt Goran Đokić weiterhin als wohlhabender Mann in Aleksinac.

Was glaubt Ihr, was passiert ist? Könnte ein Lügendetektortest überhaupt Aufklärung bringen? Schreibt uns Eure Meinungen in die Kommentare.

Quelle: mondo.rs

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