Vor der Regierung liegt eine schwierige Aufgabe

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Die schwierige wirtschaftliche Situation verlangt schnelle Reaktion des neuen Kabinetts in der Nemanjina Straße 11, und bekannt ist es auch, welche konkreten Maßnahmen Priorität haben werden. Wirtschaftsexperten, Unternehmer, Vertreter der EU, des IWF und der Weltbank weisen seit vielen Jahren auf die wesentlichen Probleme, die gelöst werden müssen, hin, damit Bedingungen für wirtschaftliche Entwicklung entstehen könnten. Den Worten des Wirtschaftsexperten Goran Nikolić zufolge sollen die ersten Schritte der neuen Regierung auf die Fortsetzung der Reformen gerichtet sein. Das versteht die Verabschiedung von vier wichtigsten Gesetzen: über Privatisierung, Konkurs, Arbeit und Planung und Bau. Die angekündigte Reform des öffentlichen Sektors ist auch an der Reihe, ansonsten wird es nicht möglich sein, bedeutende Einsparungen zu erzielen. Das bezieht sich in erster Linie auf die Umorganisation öffentlicher Unternehmen. Man erwatet auch einen Haushaltsausgleich, der zusätzliche Einsparungen ermöglichen sollte.
In den letzten zwei Jahren gibt es in Serbien deutlich weniger Investitionen als früher. Der Generalsekretär der Vereinigung der Banken Serbiens Veroljub Dugalić meint deshalb, dass die Priorität der neuen Regierung die Anlockung ausländischer Investitionen sein sollte. Dies trage zu erhöhten Investitionen in die Produktion und zu einem größeren Export bei, was sich positiv auf das Wirtschaftswachstum und den Standard der Bürger auswirken werde. Dugalić unterstreicht, dass dank den Maßnahmen der Monetärpolitik die Stabilität der nationalen Währung hergestellt worden sei, und dass die Inflation auf einem niedrigen Niveau sei, was wichtige Parameter für makroökonomische Stabilität und ein günstiges Geschäftsambiente seien.

Was die Zusammenarbeit mit dem IWF angeht, kündigt der aktuelle und höchstwahrscheinlich auch der künftige Finanzminister Lazar Krstić Verhandlungen über ein Vorsorgearrangement an. Der IWF stellt jedoch auch bestimmte Bedingungen, welche Serbien erfüllen sollte, wie die Verringerung der Staatsschulden, die über 60% des BNE sind, dann die Verringerung des Budgetdefizits auf 3% des BNE. Aus diesem Grund werden bedeutende Einsparungen nötig sein, was die Verabschiedung von Gesetzen in den Bereichen Staatsverwaltung, Gesundheitswesen, Bildungswesen und kommunale Selbstverwaltung versteht, denn hier gibt es einen Überschuss an Personal. Parallel mit diesen Maßnahmen bereitet man auch ein Maßnahmenpaket für die Entwicklung einzelner Regionen vor, welches neue Arbeitsplätze schaffen sollte.

Die gemeinsame Beurteilung der Wirtschaftsexperten und Unternehmer ist, dass alle schwierigen Aufgaben im kommenden Jahr durchgeführt werden müssen, denn nur in diesem Fall kann man die Hauptziele erreichen: wirtschaftliche Entwicklung und besseren Standard der Bürger. Aus diesem Grund muss die neue Regierung schnell und entschlossen reagieren, besonders wenn es um unpopuläre Maßnahmen geht, denn die Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass der Ausgang aus der Krise immer von „schmerzhaften“ Reformen begleitet wird.

Quelle: Voiceofserbia.org