Wirtschaft: Das Wachstum des US-Dollars erhöht die serbische Verschuldung!

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Wegen der Währungsturbulenzen auf dem internationalen Finanzmarkt leiden weniger entwickelte Länder. So hat die Stärkung des Dollars, dessen Wert im Jahr 2014 um 10% erhöht wurde, die Erhöhung der Staatsschulden vieler Länder beeinflusst. Was Serbien betrifft, so hat die Staatsverschuldung 23,7 Milliarden Euro erreicht, bzw. 74% des BIP. Nach Angaben des Haushaltsrats beträgt die Gesamtstaatsverschuldung ausgedrückt in Dollar 8,7 Milliarden, was etwa 7,1 Milliarden Euro ist. Im Januar ist der Dollar im Vergleich zum Euro um 7% gestärkt, und so ist die Staatsverschuldung um etwa 500 Millionen Euro erhöht. Den Worten des serbischen Vizegouverneurs Veselin Pješčić zufolge hat sich Serbien seit 2011 hauptsächlich in Dollar verschuldet, und dessen Stärkung hat die Erhöhung der Verpflichtungen des Staats beeinflusst. Wegen Wechselkursdifferenzen ist die Gesamtstaatsverschuldung seit Mitte des Vorjahres um rund 5% des BIP erhöht.

Wirtschaftsexperten meinen, dass der Staat so bald wie möglich einen Schutzplan vor Währungsrisiko erarbeiten müsse. Es stimmt zwar, dass einige Kreditgeber Darlehen ausschließlich in Dollar genehmigen, wie die Weltbank, Russland, China und die VAE, aber auch dafür gibt es eine Lösung. Es besteht nämlich die Möglichkeit, bei der Mittelaufnahme in Dollar auch eine Versicherung gegen hohes Wechselkursrisiko zu kaufen. Serbien hat das nicht getan, und die Zuständigen führen als Grund die Tatsache an, dass eine Umwandlung der Schulden von Dollar in Euro immer möglich sei, obwohl dies das Währungsrisiko auch nicht beseitigen würde. Nach Mitteilungen des Finanzministeriums will der Staat das Problem durch eine Umorientierung auf Kreditaufnahme in Dinar, durch Ausgabe von Staatsanleihen in Landeswährung, lösen. Zurzeit ist der Dinar-Anteil der Staatsverschuldung auf 20 Prozent, und der Plan ist, seinen Anteil zu verdoppeln. Die Kreditaufnahme in Dinar ist jedoch teurer, wovon die Tatsache zeugt, dass die langfristigen Anleihen in Dinar auf einen Zinssatz von etwa 12 Prozent gelegt sind, während die Zinsen für Eurobonds zweimal niedriger sind.

Laut der Studie „McKinsey Global Institute“ hat die Wirtschaftskrise die erhöhte Verschuldung weltweit beeinflusst, was sich negativ auf das Wirtschaftswachstum auslöst. So ist in den vergangenen sieben Jahren in 14 von 47 analysierten Ländern die Staatsverschuldung um die Hälfte des BIP erhöht worden. Den größten Anstieg der Schulden um sogar 172% hatte Irland, gefolgt von Griechenland und Portugal mit 100%, China mit 83% und Spanien mit 72%, während die USA mit 16% und Deutschland mit nur 8% am unteren Ende der Liste sind. Einige Länder wie Israel, Rumänien, Ägypten, Saudi-Arabien und Argentinien haben es trotz der Wirtschaftskrise geschafft, die Verschuldung zu senken. Was den kommenden Zeitraum betrifft, so warnt das Institut vor der hohen Verschuldung Chinas, die 282% des BIP beträgt, und die Hälfte davon bezieht sich auf Verschuldungen von chinesischen Unternehmen.

Quelle: Voiceofserbia.org

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