In Kroatien: Vier Polizisten haben einen Kollegen serbischer Nationalität am Arbeitsplatz schikaniert und ihn sowie seine Eltern beleidigt – „Pass gut auf, dass wir dir nicht das Jahr 1941 wiederholen.“

0
193

Vier Interventionsoffiziere in Kroatien haben einen serbischstämmigen Kollegen am Arbeitsplatz misshandelt, indem sie ihn und seine Eltern beleidigten. Jetzt droht ihnen unbedingte Haft.

Laut der Anklageschrift haben die Interventionsoffiziere I. (50), J. (48), M. (39) und D. (32) dies „am Arbeitsplatz, während der Arbeitszeit und bei der Ausführung von Arbeitsaufgaben, motiviert durch Hass gegen Personen serbischer Nationalität“ getan und ihren Kollegen misshandelt.

„Sie haben den Kollegen, seine Mutter und alle auf eine Weise beleidigt, die auf sexuelle Beziehungen mit der Mutter des Geschädigten in ihren verbalen Beleidigungen anspielte, sowie durch verbale Beleidigungen seiner Familie, von der sie wussten, dass sie einer anderen Nationalität angehört, bzw. dass der Großvater des Kollegen serbischer Nationalität ist.

Die Demütigung dauerte mehrere Jahre und führte dazu, dass beim geschädigten Kollegen inzwischen eine psychische Störung in Form einer diagnostizierten Anpassungsstörung entstand, die seine Fähigkeit als Interventionsoffizier am Arbeitsplatz beeinträchtigte“, so die Ankläger.

I. drohte ihm sogar offen: „Ja, welcher Gemeinde gehörst du an? Pass auf, dass du nicht in der Gemeinde begraben wirst, pass gut auf, dass sie uns nicht wieder 1941 wiederholen! Du weißt schon, das NDH und so weiter…“. In ähnlichem Ton beleidigten sie auch seinen Großvater.

Der misshandelte Polizist traf es besonders, da einer von ihnen der Leiter der Interventionsabteilung und der andere der Anführer der Interventionsgruppe war, also auf leitenden Positionen, aber auch sie waren an seiner jahrelangen Misshandlung am Arbeitsplatz beteiligt.

Sie sind immer noch im Dienst

Die Staatsanwälte fordern für I. 18 Monate unbedingte Haft und für J., M. und D. jeweils 14 Monate unbedingt. Alle vier sind weiterhin als Interventionsoffiziere im Innenministerium beschäftigt, betont die Anklageschrift.

Während der Ermittlungen leugneten alle vier die Anschuldigungen. Sie behaupteten, dass dies nicht wahr sei. Aber sie wollten keine Fragen beantworten. Sie werden jedoch durch die Nachrichten belastet, die sie in einer gemeinsamen WhatsApp-Gruppe ausgetauscht haben, in denen sie ihren Kollegen und seine Mutter beleidigten, sowie durch detaillierte Aussagen der Geschädigten.

Darüber hinaus wurde umfassende medizinische Dokumentation beschafft, die die Aussagen des geschädigten Polizisten bestätigte. Die Misshandler wurden auch disziplinarisch für die Nachrichten verantwortlich gemacht, die sie ihrem Kollegen über WhatsApp geschickt hatten.

Quelle: NSPM

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein