Internationale Wirtschaftschronik

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Serbien wird 2014 das größte Haushaltsdefizit bisher haben – etwa 7 % des BSP. Die öffentlichen Schulden werden über 60 % des BSP betragen. Diese zwei Parameter zeigen, dass die Lage in der Wirtschaft sehr schwer ist. Für die Überwindung dessen braucht man eine Wachstumsrate, die viel höher ist al 1 %, wie viel für dieses Jahr vorgesehen wurde. Wirtschaftsexperten sind sich einig, dass man die Fiskalkonsolidierung wegen der Stabilisierung der öffentlichen Finanzen fortsetzen sollte. Den Worten des Mitglieds des Fiskalrates Vladimir Vučković ist gerade die Tatsache, dass die Ausgaben höher sind als die Einnahmen schuld, dass das Defizit so groß ist. Er meint, dass man im Wirtschaftsministerium nicht das richtige Bild darüber hat, was in der Wirtschaft vor sich geht, und wie hoch die objektiven Bedürfnisse der Haushaltsnutzer sind. „Es ist sehr schwer, die Einnahmen zu projizieren, weil die Wirtschaft sich mit Insolvenz auseinander setzt, sodass die Einnahmen immer kleiner sind, die Wirtschaftsaktivitäten ungenügend sind, und man dürfe auch den großen Anteil der Grauwirtschaft nicht vergessen. Ein besonderes Problem ist, dass die Einsparungen, die bei Ausgaben gemacht wurden, im Sektor der Kapitalinvestitionen sind, und nicht in der Staatsverwaltung.

Seit die globale Krise angefangen hat, wird in der Öffentlichkeit eine Debatte darüber geführt, ob man das Modell des Sparens oder des Ansporns der Ausgaben nutzen sollte. In einer Wirtschaft, die so ein niedriges Wachstum und alle Probleme wie die serbische hat, muss man sparen, und zwar drastisch, und das vor allem im öffentlichen Sektor. Dem Bericht der Weltbank zufolge arbeiten im öffentlichen Sektor etwa 800.000 Menschen, wovon mehr als 600.000 in der „allgemeinen Verwaltung“ sind. So eine große Angestelltenzahl hat aber die Effizienz nicht verbessert, sodass Serbien diesem Maßstab nach im Gesundheitssektor auf dem letzten Platz in Europa ist. Besser ist es nicht im Bildungssektor. Allem Anschein nach braucht es dort strenge Reformen, was für die neue Regierung schwer sein wird, denn es handelt sich um nicht so populäre Maßnahmen. Auch die Fristen für die Umstrukturierung der öffentlichen Unternehmen laufen ab, so dass das auch eine heiße Angelegenheit in den Händen der zukünftigen Minister sein wird. Es folgen harte Maßnahmen und die Schicksale von 100.000 Arbeitern stehen auf dem Spiel, aber ohne radikale Reformen gibt es keine Erholung der Wirtschaft, meinen Experten.

Der Banksektor kämpft soweit gut mit der Krise, aber die Stabilität schwankt in den letzten Jahren, weil es immer öfter vorkommt, dass Darlehen nicht abbezahlt werden können. Da es ohne Investitionen kein bedeutendes Wachstum gibt, liegt die Lösung in ausländischen Investitionen, und dafür braucht man Strukturreformen und ein gutes Geschäftsambiente, bewerteten die Experten.

Quelle: Voiceofserbia.org