Krisenstab beschließt neue Maßnahmen für Schulen

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Dr Predrag Kon befürchtet neue Maßnahmen im Kampf gegen Corona
Foto: Beta

Eigentlich ist es erst einmal eine gute Nachricht. Der Schulunterricht soll regulär zum 1. September beginnen. Dies wird viele Eltern und Schüler schon beruhigen.

Allerdings liegt der Teufel wie immer im Detail.

Denn der Corona-Krisenstab der Regierung hat ein umfangreiches Maßnahmenpaket für den Unterricht beschlossen. Wie die Mitglieder des Stabs gestern bekannt gaben, wird dies durchaus kompliziert. Denn es sind verschiedene Risikokategorien vorgesehen.

Serbiens Bildungsminister Branko Ružić äußerte sich wie folgt:

„Erstens soll der Unterricht für alle Schüler direkt stattfinden. Während des Gesprächs sollen sie aber eine Maske tragen sowie einen Abstand von anderthalb Metern zueinander einhalten. Zweitens soll es für die Schüler der siebten und achten Klasse sowie für die Mittelschulen ein kombiniertes Modell geben. Einen Tag gibt es Online-Unterricht und einen Tag Präsenzunterricht im Wechsel. Drittens wird es ein Verfahren für die am stärksten von der Pandemie betroffenen Regionen geben. Dort soll der Unterricht an Mittelschulen vollständig online stattfinden. An den Grundschulen wird dieser eine Kombination aus Online- und Präsenzunterricht sein.“

Corona-Ampell soll Überblick verschaffen

Um überprüfen zu können, wie hoch der Gefährdungsgrad in der jeweiligen Kommune ist, werde man zudem ein Ampelmodell nutzen. Rot, Gelb und Grün sollen dann die verschiedenen Gefährdungslagen verdeutlichen. Dementsprechend kommt dann eines der genannten Modelle zum Einsatz.

Die lokalen Krisenzentralen informieren dann die Schulen, welche die Maßnahmen verpflichtend umsetzen. Bei Bedarf können die Schulen zudem den Präsenzunterricht in den Klassen eins bis vier von 45 auf 30 Minuten reduzieren sowie die Klassenstärke auf weniger als 16 Schüler reduzieren.

Weiterhin muss das Personal an Vorschulen keine Masken tragen. Dies gilt selbstverständlich auch für die dortigen Kinder.

Bei all dem Regelwerk kann schnell Chaos ausbrechen. Andere Optionen sieht der Krisenstab aber gegenwärtig nicht als gangbar an.

Dr. Predrag Kon äußerte zudem besorgt, dass der Schulbeginn mit einer neuen Coronawelle zusammenfällt. „Genau aus diesem Grund sollte alles, was jetzt vorgeschrieben wird, sehr streng eingehalten werden“, so Kon.

In den letzten 24 Stunden haben sich nach offiziellen Angaben erneut 2.216 Menschen in Serbien mit dem Coronavirus infiziert. Acht starben zudem an der Krankheit. Gegenwärtig sind 1.007 Coronapatienten in Serbiens Krankenhäusern untergebracht und werden dort behandelt.

Wie denkt Ihr über dieses Regelwerk? Macht es Sinn oder wird es nur zu Chaos und einem bürokratischen Wasserkopf führen? Schreibt uns Eure Meinungen in die Kommentare.

Quelle: slobodnaevropa.org

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