Neuerlicher Überfall auf serbische Rückkehrer

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Serbisches Haus mit Schmierereien der UCK
Foto: Kancelarija za KiM

Im Dorf Dubrava in der Nähe von Istok ist es am Montagnachmittag erneut zu einem Überfall auf eine zurückgekehrte serbische Familie gekommen.

Es war gegen 17 Uhr als Radoje Pumpalović in seinem Haus plötzlich einem Einbrecher gegenüberstand.

Mit gezücktem Messer forderte der Täter Geld. Herr Pumpalović hatte jedoch keines.

Der Täter war außer sich vor Wut, ließ aber von seinem Opfer ab und flüchtete nach einer kurzen aber heftigen Auseinandersetzung. Letztendlich konnte er nur das Mobiltelefon des Familienvaters erbeuten. Herr Pumpalović, zum Tatzeitpunkt alleine in seinem Zuhause, tat das, was jeder nach einem Einbruch tun würde. Er rief die Polizei, danach seine Nachbarn und seine Verwandten.

Die kosovarischen Behörden scheinen jedoch auch dieses Mal nicht sonderlich viel zu tun. Sie nahmen seine Anzeige entgegen. Ermittlungen sind zwar eingeleitet, aber viel Hoffnung, den Täter zu fassen, macht sich niemand.

Gerade Rückkehrer sind gefährdet

Auch Familie Pumpalović scheint offenkundig nur allzu gut zu wissen, wie viel Schutz sie von institutioneller Seite erwarten kann. Als Vertreter des Ministeriums für die Rückkehr von Flüchtlingen das Haus der Familie aufsuchten, war diese nicht mehr vor Ort.

Radoje Pumpalović war mit seiner Frau Desanka zu den Kindern nach Belgrad geflüchtet. Es war eine abermalige Flucht vor den Gefahren im Kosovo, ob es eine abermalige Rückkehr geben wird, ist ungewiss.

Dass die Ministerialbeamten vor verschlossenen Türen standen und somit das öffentlichkeitswirksame Treffen ausfiel, ist kaum Trost.

Dalibor Jevtić, der für Flüchtlinge zuständige Minister der „Republik Kosovo“ spart denn auch nicht mit den üblichen Worten. Jeder Sicherheitsvorfall, der sich gegen Rückkehrer und deren Eigentum richte, müsse mit besonderer Sorgfalt berücksichtigt und schnellstmöglich von den Behörden gelöst werden, so seine wenig überraschende Forderung.

„Rückkehrer stellen die am stärksten gefährdete Gruppe unter den Einwohnern dar. Sie sind aufgrund der häufigen Übergriffe besonders auf institutionellen Schutz angewiesen“, so Jevtić.

Familie Pumpalović wird diese Erkenntnis nicht viel nutzen. Der Einbruch war nicht der erste in ihrem Haus.

Wird der Täter gefasst werden? Glaubt Ihr, dass der Täter politische Motive hatte?

Quelle: politika.rs

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