Schauspielerin Mira Furlan verstorben

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Mira Furlan
Foto: Politika

Vorgestern hat die berühmte Schauspielerin Mira Furlan im Alter von 65 Jahren für immer ihre Augen geschlossen.

Dies wurde über Twitter bekannt gegeben.

Furlan hatte ihre Karriere am Kroatischen Nationaltheater begonnen, avancierte dann in den 1980ern zu einem bekannter Film- und Fernsehschauspielerin. 1985 schaffte sie ihren internationalen Durchbruch in der Rolle der Ankica Vidmar in Emir Kusturicas „Papa ist auf Dienstreise“. Der Film gewann bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes im selben Jahr die Goldene Palme.

Vielen Fernsehzuschauern dürfte sie zudem noch als Botschafterin Delenn aus der Science-Fiction-Serie „Babylon 5“ aus den 1990er Jahren bekannt gewesen sein.

In Kroatien hatte sie große Probleme

In Jugoslawien setzte sie sich für Frauenrechte ein. Als das Land auseinander brach, schrieb sie einen offenen Brief der zeitgleich in der kroatischen und serbischen Presse veröffentlicht wurde. Darin forderte sie ihre jugoslawischen Landsleute zur Einigkeit auf.

Von kroatischer Seite wurde sie massiv kritisiert, da sie sich weigerte, ihre Stelle bei einer Belgrader Theaterproduktion zu kündigen. In Zagreb verlor sie in der Folge ihre Stelle. Unbekannte terroririsierten sie sogar am Telefon.

Mit ihrem Mann Goran Gajić ging die gebürtige Kroatin daher 1991 in die USA, wo sie ihre Karriere fortsetzte.

Michael Straczynski, der Regisseur von „Babylon 5“, schrieb anlässlich ihres Todes: „Diese Nacht ist voll von großer Trauer, da unsere Freundin und Kameradin, einen Weg beschritten hat, auf den wir ihr nicht folgen können. Aber wie bei allen Dingen werden wir dies zu einer Zeit nachholen und ich glaube, dass es viele Geschichten geben wird, die sie uns dann erzählen, und viele neue Rollen, die sie mit dem Universum teilen kann.“

Furlan hinterlässt ihren Mann Goran und ihren Sohn Marko.

Wir trauern um eine großartige Künstlerin, danken für viele unterhaltsame Stunden, die sie uns brachte, und drücken ihren Angehörigen unser Beileid aus.

Quelle: politika.rs

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