Schwulenparade in Belgrad

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Photo: Vesna Lalic

Unter dem Motto „Liebe verändert die Welt“ wurde gestern in Belgrad die Schwulenparade abgehalten, welche von einer großen Zahl von Polizisten und Angehörigen der Gendarmerie gesichert wurde. Die Manifestation verlief ohne Zwischenfälle. Die Teilnehmer spazierten vom Platz Slavija bis zum Platz der Republik, wo die Parade offiziell mit einem Konzert von Natasa Bekvalac, Bojana Stamenov und Marina Perazic beendet wurde.

Die Teilnehmer trugen Regenbogenflaggen und wurden von vereinzelten Bürgern von ihren Fenstern und Terrassen entlang der Route begrüßt, aber es gab auch andere Reaktionen, wie einen jungen Mann, der vom Palast Albanija mit einer serbischen Flagge wehte und ein Transparent zeigte, auf dem stand „Re-Kriminalisierung von Sodom“.

„Patin“ der diesjährigen Parade war die Schauspielerin Mirjana Karanovic, die sagte, dass jeder Mensch einen Weg findet, sich von Angst zu befreien und seinen Raum frei zu machen. „Das menschliche Leben ist wertvoll, und das Recht, es frei zu leben ist unantastbar“, sagte Karanovic.

An der Parade haben auch Abgeordnete, ehemalige und aktuelle Minister und der Bürgermeister Belgrads teilgenommen, aber auch ausländische Diplomaten, Botschafter der USA, Deutschland, Italien…

Die geoutete Ministerin Ana Brnabic hat erklärt, die Abhaltung der Parade schon drei Jahre hintereinander, und dies sei ein Fortschritt, was Schwulenrechte angeht.

 

Die Belgrader Schwulenparade wurde wegen Sicherheitsrisiken mehrmals abgesagt. 2010 wurde sie abgehalten, aber es gab eine große Gewaltwelle in der Stadt, wonach sie 2011, 2012 und 2013 abgesagt wurde. Erst 2014 und 2015 wurden Paraden ohne jegliche Gewalt abgehalten.

Quelle: RTS

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