Dragan Stanojević („Stimme aus dem Volk“): Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Koalition SNS-SPS eine Mehrheit in Belgrad gesichert hat

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Der Abgeordnete und Mitglied des Präsidiums von „Mi-Glas iz naroda“, Dragan Stanojević, erklärte, dass die Vertreter dieser Bewegung definitiv nicht auf den Aufruf von Aleksandar Šapić reagieren würden, Gespräche über die Bildung der Stadtregierung zu führen, aber, wie er sagte, es sei nicht ausgeschlossen, dass die Koalition SNS-SPS bereits eine Mehrheit in Belgrad gesichert habe.

Stanojević sagte der Beta-Agentur, dass es inoffizielle Informationen gebe, dass die Regierung versuche, durch korrupte Handlungen einige Kandidaten von Oppositionslisten zu gewinnen.

„Die Bewegung ‚Mi-Glas iz naroda‘ hat schon seit geraumer Zeit keine Kommunikation mehr mit unserem Listenführer für die Stadt, Aleksandar Jerković. Es würde mich nicht überraschen, wenn Jerković Teil der regierenden Koalition wäre, aber die Frage ist, ob sie ihn wollen. Ich bezweifle, dass die Regierung eine konstituierende Sitzung des Belgrader Stadtrats für den 19. Februar anberaumt hätte, ohne zuvor die Mehrheit gesichert zu haben, also können wir Unvorhergesehenes erwarten. Es gibt Informationen, dass auch einige Kandidaten für Stadtratsmitglieder aus ‚Serbien gegen Gewalt‘ und ‚Hoffnung für Belgrad – Neues DSS-POKS‘ mit Šapić verhandeln“, sagte Stanojević.

Der Beta-Agentur wurde inoffiziell bestätigt, dass einige Kandidaten für Stadtratsmitglieder von der Liste „Mi-Glas iz naroda“ den Aufruf von Aleksandar Šapić zu Gesprächen über die Bildung der Stadtregierung annehmen werden.

Bei den Wahlen zur Belgrader Stadtratsversammlung gewann die Liste „Belgrad darf nicht stehen bleiben“ 49 Mandate, SPS-JS-ZS fünf, „Serbien gegen Gewalt“ 43, „Hoffnung für Belgrad“ sieben und „Mi-Glas iz naroda“ sechs Mandate.

Der bisherigen Koalition SNS-SPS fehlen zwei Stimmen für die Bildung einer Regierung in Belgrad.

Die Opposition, die sich um die Koalition „Serbien gegen Gewalt“ und „Neues DSS-POKS“ versammelt hat, fordert die Annullierung der Wahlen wegen angeblicher zahlreicher Unregelmäßigkeiten im Wahlprozess.

Die konstituierende Sitzung des Belgrader Stadtrats ist für den 19. Februar anberaumt.

Das Europäische Parlament hat mit überwältigender Mehrheit eine Resolution verabschiedet, in der von den Behörden in Serbien gefordert wird, alle Vorwürfe von Wahlunregelmäßigkeiten mit besonderem Schwerpunkt auf den Stadt­wahlen in Belgrad zu untersuchen.

(NSPM)

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