„Es ist nicht ausgeschlossen, dass Priština eine kosovarisch-orthodoxe Kirche gründet.“

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Historiker Aleksandar Gudžić sagt, dass es in der kosovarischen Öffentlichkeit einen dominanten Diskurs über die Existenz eines imaginären kosovarischen kulturellen Erbes gibt, dass die Erinnerung an die serbische Präsenz in dieser Region in den Erinnerungen und im Bewusstsein der Menschen gelöscht wird.

Kommentierend die Ankündigungen aus Priština, eine weitere orthodoxe Kirche im Kosovo, diesmal im Dorf Gornji Strmac, zur römisch-katholischen zu erklären, beurteilte Gudžić, dass es nicht ausgeschlossen ist, dass Priština sich in der Zukunft zu einer Inszenierung der Gründung einer kosovarischen orthodoxen Kirche entscheidet.

„Der dominante Diskurs in der kosovarischen Öffentlichkeit in den letzten Jahren, Jahrzehnten, ist die Existenz eines imaginären kosovarischen kulturellen Erbes, nicht serbisch, nicht orthodox. Das zeigt, dass es nicht ausreicht, dass albanische Extremisten serbische Kirchen und Klöster zerstören, sondern dass es notwendig ist, eine These, einen Diskurs zu verbreiten, dass dies eigentlich das kulturelle Erbe des Kosovo ist, dass in den Erinnerungen und im Bewusstsein der Menschen die Erinnerung an die serbische Präsenz in dieser Region gelöscht wird. Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich Priština in der Perspektive für eine Inszenierung der Gründung einer kosovarischen orthodoxen Kirche entscheidet, ähnlich wie es in Montenegro versucht wurde oder wie es die Ustaša in der NDH in der Vergangenheit getan haben“ – sagte Gudžić.

Er fügt hinzu, dass dies etwas ist, was uns erwartet.

„In der albanischen wissenschaftlichen Öffentlichkeit gibt es sogar in der Geschichte einen dominanten Narrativ, dass die Serben im 12. Jahrhundert das Gebiet des heutigen Kosovo und Metohija besetzt haben und auf den Fundamenten albanischer Kirchen und Klöster ihre Kirchen und Klöster gebaut haben. Vor einigen Jahren kam die Historikervereinigung von Visoki Dečani mit der Theorie heraus, dass Visoki Dečani tatsächlich auf den Fundamenten eines albanischen Tempels erbaut wurden. In Novo Brdo erklärte der damalige Premierminister Ramush Haradinaj, dass dies die antike albanische Stadt Artana sei, es wird eine Konstruktion, ein Diskurs über ein antikes historisches Kosovo konstruiert“ – fügt Gudžić hinzu.

Gudžić warnt davor, dass die serbische Gemeinschaft in der Zukunft mit noch größeren Problemen der Aneignung des serbischen kulturellen und spirituellen Erbes konfrontiert sein könnte.

Quelle: Vesti Online

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